UNESCO-Projekttag - Die gesamte Grundschule im Wald

"Walderlebnis mit allen Sinnen" war das diesjährige Motto des UNESCO-Projekttages der Geschwister-Scholl-Schule, der am Dienstag, den 12. Mai durchgeführt wurde. Im Unterricht wurde zuvor thematisiert wie wichtig achtsames Verhalten im Wald ist zum Nutzen der Pflanzen, Tiere und auch des Menschen. So machte sich die gesamte Schule auf den Weg zum "Walderlebnis". An der Saarberghütte begrüßte Förster Kolb die 140 Schülerinnen und Schüler. Es galt 10 Stationen zu durchlaufen, jede Station war mit einem Lehrer bzw. Lehrerin besetzt. Für die altersgemischten Gruppen von Klasse 1-4 gab es erstaunlich viel zu entdecken.

Waldtiere, die auf buntgemaltem Holz in Gebüschen versteckt waren, sollten gefunden und benannt werden. Da sich das ganze Waldpirsch nannte, war es klar, sich sehr leise zu verhalten, wobei die Freude groß war, wenn ein Waldtier entdeckt wurde. Woran man Baumarten erkennen kann, wie sich die Rinde anfühlt und sich die Blätter unterscheiden, war eine andere Station. Die unterschiedlichsten Naturmaterialien konnten die Kinder in zehn Fühlkästen ertasten, wobei der eine oder andere erst sehr vorsichtig seine Hand in die Öffnung steckte und sich wunderte, was es da zu fühlen gab. Beim Geschicklichkeitsspiel "Fichtenzapfen Zielwerfen" zeigten sowohl jüngere als auch ältere Schulkinder ihre Talente. Bei einer weiteren Station führte ein Kind seinen Partner mit verbundenen Augen, er sollte anschließend erzählen, was es gehört, gerochen und gefühlt hatte. Sich die Schutzkleidung eines Waldarbeiters anzuziehen stieß auf große Begeisterung, gleichzeitig erfuhren die Kinder aber auch, dass alle Teile unverzichtbar bei den Arbeiten im Wald sind. Interessant war auch in welchen Kästen und Baumhöhlen welche Vögel nisten bzw. die Fledermaus Unterschlupf findet. Schon an der Öffnung und dem Inhalt konnten man die Nistkästen unterscheiden. Mit Becherlupen ausgerüstet untersuchten die Schülerinnen und Schüler, was auf dem Waldboden krabbelt und wächst. Auch soziale Gruppenspiele gehörten zu den Stationen, bei denen sich die Kinder gegenseitig halfen, Rücksicht zeigten, Verantwortung übernahmen und auch Geschicklichkeit gefragt war. So sollte die Gruppe über Holzscheiben balancieren, ohne herunterzufallen. An der Station Holzscheite versetzen überlegte das Team, wer viel tragen, schnell laufen oder gut Holz stapeln kann. Was wäre ein Walderlebnis mit allen Sinnen ohne das Schmecken. So durfte das Würstchengrillen zum Abschluss nicht fehlen. Herrn Förster Kolb galt der besondere Dank der Schulgemeinschaft, denn nur mit seiner Unterstützung konnte der Projekttag so gewinnend durchgeführt werden.

Zur Information: Für die etwa 200 UNESCO-Projektschulen in Deutschland gibt es alle 2 Jahre ein verbindliches gemeinsames Thema. Der 1. Projekttag 1996 stand unter dem Motto "10 Jahre nach der Katastrophe in Tschernobyl" (26.4.1986). Weitere Infos zu UNESCO-Projektschulen in Baden-Württemberg und deutschlandweit sind zu finden unter UNESCO-Projektschulen

 

Hier noch ein paar Eindrücke von unserem Waldtag: